Kupferkabel nicht mehr zeitgemäß für Breitbandinternet

In unserer Gemeinde gibt es aktuell mit der A1 einen großen Anbieter, der die Haushalte mit Breitbandinternet versorgt. Dafür nutzt die A1 die Kupferleitungen die vor Jahrzehnten zum Telefonieren verlegt wurden.

DSL (Digital Subscriber Line) bzw. ADSL (Asymmetric Digital Subscriber Line) heißt die Technik mit der Daten über die alten Telefonleitungen aus Kupfer gesendet und empfangen werden können. Mit dieser Technik war es recht einfach, den Großteil der Haushalte in Österreich zu erreichen, weil viele ohnehin über einen Telefonanschluss verfügen. Damit waren keine teuren Grabungs- bzw. Leitungsverlegungsmaßnahmen notwendig.

Leider haben die Kupferdrähte aber den großen Nachteil, dass die Datenübertragungsrate von der Leitungslänge und vom Durchmesser des Kabel beeinträchtigt ist. Damit kann die A1 einem Kunden nicht ganz einfach auf Wunsch schnelleres Internet zu Verfügung stellen, sondern die maximal erreichbare Datenübertragungsrate richtet sich nach der Distanz zum Wählamt und des Durchmessers des verlegten Kabels. Am Standort der Nordhof Service GmbH in Grünau 30, ist man ca. 4,5 km vom  Wählamt in Kautzen entfernt und damit erreicht man nur mehr 3 MBit Downstream. Will man zusätzlich noch Festnetztelefonieren mit mehreren Apparaten gleichzeitig, so muss die A1 die Geschwindigkeit auf 2 MBit drosseln, damit die Signalqualität brauchbar wird.

A1 experimentiert zwar mit Techniken wie Gfast um die Haushalte vorübergehend und ohne Glasfaserausbau mit schnellerem Internet versorgen zu können, aber dafür darf die Leitungslänge des Kupferkabels trotzdem nur 250 m betragen. Somit ist die Technologie nur für Mehrparteienhäuser gedacht, wo man den Glasfaseranschluss nur bis in den Keller legt. Für unsere Region ist das damit nicht relevant. „Wir müssen die Glasfaser näher zum Kunden bringen“, sagt auch Thomas Arnoldner, Vorstandsvorsitzender der Alcatel-Lucent, ein Entwicklungspartner der A1.

Der aktuelle Stand der Technik sind also Glasfaserleitungen und es führt aus momentaner Sicht kein Weg daran vorbei.

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