WVNET GmbH ist dabei

Zu den Anbietern am Glasfasernetz der nöGIG hat sich eine zweite Firma aus dem Waldviertel gesellt: die WVNET GmbH! Unter http://lwl.wvnet.at findet man Links zu den Bestellformularen, wo man auch die Produktdetails findet.

Im Produktkatalog von Open Net ist WVNET GmbH noch nicht zu finden, aber man hat mir am Telefon bestätigt, dass die Produkte für das Glasfasernetz der nöGIG bestimmt sind.

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Warum sind Business Anschlüsse teurer?

In den letzten Wochen sind einige Unternehmer an mich herangetreten, weil die angebotenen Internetprodukte im Glasfasernetz der nöGIG offenbar viel teurer und langsamer sind. Eine alte Version des Infrastrukturvertrages enthielt sogar die 10-fachen monatlichen Kosten (ca. 360 €) als bei einem privaten Anschluss. Mittlerweile umfasst der Vertrag für Unternehmen monatliche Kosten von ca. 70 € für einen Business Anschluss.

Milliardenprojekt

Laut nöGIG ist der Glasfaserausbau in ganz NÖ ein Projekt mit Kosten von ca. einer Milliarde Euro. Weder das Land NÖ noch die Gemeinden können so eine Summe schnell mal finanzieren. Man ist dafür auf Investoren angewiesen und Investoren wollen für ihre Investition etwas zurück. Bei der Erstellung des Finanzierungsmodells ist man von der aktuellen Situation im Breitbandmarkt ausgegangen, wo für Geschäftskundenanschlüsse mehr bezahlt wird als für Privatkundenanschlüsse. Somit ist die Annahme, dass private Haushalte in etwa bereit sind 35 € für einen Glasfaseranschluss zu bezahlen und Unternehmen ca. 70 €. Würde man für Unternehmen auch 35 € pro Monat vorsehen, brauche man nicht 40 % der Haushalte sondern eher 60 %. Damit ist es für die Gemeinde wesentlich schwieriger das Limit zu erreichen und das Projekt wäre in vielen Gemeinden nicht machbar.

Ein Glasfaseranschluss aktuell kostet das 10-fache

Man darf als Unternehmer nicht vergessen, dass aktuell – also ohne Ausbau der nöGIG – ein Glasfaseranschluss ca. das 10-fache von den 70 € monatlich im aktuellen Infrastrukturvertrag kostet. Ich kann das selbst bestätigen, weil ich den Vertrag eines Unternehmens in der Region gesehen habe, das bereits einen Glasfaseranschluss hat.

Natürlich ist man als KMU, und davon gibt es viele in unserer Region noch nicht auf eine Internetleitung mit 100 MBit oder mehr angewiesen, aber vielleicht schon in ein paar Jahren und mit den Möglichkeiten entwickeln sich die Ideen.

Privater Anschluss für kleine Unternehmen

Die nöGIG unterscheidet außerdem ob ein kleines Einzelunternehmen, wo der PC eher selten verwendet wird oder ob ein Unternehmen mit vielen PC Arbeitsplätzen an das Glasfasernetz anschließt. Deswegen wurde von Open Net ein Lizenzmodell entwickelt, das folgende Kriterien für eine gewerbliche Nutzung vorsieht:

  • der Kundenname ist eindeutig eine Firma (zBsp. Nordhof Service GmbH)
  • die Kundenanschrift/Adresse befindet sich in einem Firmengebäude ohne Privatwohnung
  • der Internet/WLAN-Anschluss wird dritten zur Verfügung gestellt (zBsp. Hotel)
  • mindestens 3 Mitarbeiter nutzen den Anschluss für die tägliche Arbeit

Vorteile von Business Anschlüssen

Trotzdem, wenn man die Geschwindigkeiten und die Preise von Business und Privaten Anschlüssen vergleicht, sieht es so aus, als würde man für mehr Geld weniger Leistung bekommen. Beim günstigsten privaten Produkt von Teletronic bekommt man zBsp. 50 MBit Up- und Download um 29,90 € (inkl. MWSt) pro Monat. Hingegen das günstigste Business Prokukt kostet 99,90 € (exkl. MWSt) im Monat und man bekommt 20 MBit für Up- und Download. Laut Marco Resch von Teletronic gibt es ein paar Unterschiede, die den höheren Preis bei den Teletronic Produkten rechtfertigen:

  • die Entstörzeit ist bei privaten Anschlüssen bei 7 Tage, bei Businesskunden bei einem Tag
  • Private Anschlüsse bekommen keine fixe IP Adresse
  • bei Businesskunden ist die Bandbreite garantiert, dh. der Datenverkehr von Businesskunden hat bei Ausfällen gegenüber von privaten Anschlüssen Vorrang

Teletronic hat außerdem mit 1. Juni die „Pro“ Produktkategorie eingeführt. Diese Produktkategorie ist für KMUs entwickelt worden und beim günstigsten Internetprodukt bekommt man 30 MBit für 59 € (exkl. USt) monatlich.

Auch bei Kabelplus gibt es schon Business Produkte ab 49,90 € (exkl. USt) pro Monat. Dafür bekommt man aktuell 10 MBit für Up- und Download. Kabelplus hält sich auf der Webseite bzgl. Kosten und Informationen für Business Produkte eher bedeckt. Hier empfehle ich einen Anruf und man wird sehr gut beraten.

Generell ist es so, dass die im Open Net Katalog verlinkten Informationen nicht immer aktuell sind. Für genaue Informationen sollte der Produktanbieter kontaktiert werden.

Fazit

Beschäftigt man sich mit dem Thema Business Anschlüsse etwas eingehender als nur Preis und Geschwindigkeit zu vergleichen, so merkt man schnell, dass nicht alles so heiß gegessen wie gekocht wird. Man darf auch nicht vergessen, dass Unternehmen von einem Glasfaseranschluss viel mehr profitieren können, als private Personen. Deswegen darf von den Unternehmen auch erwartet werden, dass sie einen Anteil zur Finanzierung dieses Milliardenprojektes beitragen.

Wir dürfen außerdem nicht den Fehler machen und Preise verlangen, die die Produktanbieter langfristig zu Grunde richten. Ich erwarte mir Preise, sodass langfristig auch weiter in die Breitbandinfrastruktur investiert werden kann, damit wir Unternehmer bezüglich Datenleitungen in Österreich und Europa konkurrenzfähig bleiben.

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Die Glasfaser kommt nach Gastern

Mit Stichtag 31. Mai 2016 haben exakt 40 % der Haushalte der Gemeinde Gastern einen Infrastrukturvertrag mit Aktivierungsabsicht (Variante A) unterschrieben abgegeben. Die nöGIG wurde bereits informiert. Weitere Informationen bzgl. Vorgehensweise gibt es in den kommenden Gemeindenachrichten oder auf der Gemeindewebseite auf www.gastern.at.

Mit der Erreichung der 40 % kann nun im gesamten Gemeindegebiet einen Detailplanung gemacht werden. Es bekommt nämlich jedes Haus an die Liegenschaftsgrenze eine Anschlussmöglichkeit verlegt. Trotzdem sollte man noch überlegen, ob man nicht einen Infrastrukturvertrag mit Variante B (keine Aktivierung, dafür 600 € Selbstkostenbeitrag nach der Herstellung fällig) unterschrieben bei der Gemeinde abgibt. Will man nämlich erst in ein paar Jahren einen Anschluss hergestellt bekommen, wird es erheblich teurer. Die nöGIG rechnet aktuell mit Kosten von mind. 1.500 € dafür.

Verträge mit Variante A können natürlich nach wie vor unterschrieben beim Gemeindeamt oder beim Ortsvorsteher abgegeben werden.

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Infrastrukturvertrag online ausfüllen

Die nöGIG hat mittlerweile den Infrastrukturvertrag für Gastern online zur Verfügung gestellt. Unter https://noegig.at/repository/infv/iv32206-02_gastern.pdf kann man den Vertrag am PC ausfüllen und ausdrucken. Der unterschriebene Vertrag sollte bis Ende Mai beim Ortsvorsteher oder bei der Gemeinde abgegeben werden.

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Präsentation zum Nachlesen

Unter http://www.m-moldaschl.net/ortsgespraeche/ ist die gezeigte Präsentation bei den Ortsgesprächen zum Nachlesen verfügbar. Den gezeigten Film findet man unter https://vimeo.com/138280733

Viele haben es wahrscheinlich bemerkt, dass ich nicht Microsoft Powerpoint zum Präsentieren verwendet habe, sondern den Browser. Der Grund dafür war, dass ich die Präsentation später als Webseite zur Verfügung stellen wollte und hier ist sie nun. Zum Navigieren innerhalb der Präsentation können die Pfeiltasten auf der Tastatur verwendet werden.

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Infrastrukturvertrag für Glasfaseranschluss

Der Infrastrukturvertrag für einen Glasfaseranschluss in unserer Region gibt es mittlerweile auf der neuen Gemeinde Webseite zum Download unter folgendem Link:

Infrastrukturvertrag zur Errichtung eines Glasfaser-Anschlusses in Gastern

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Kupferkabel nicht mehr zeitgemäß für Breitbandinternet

In unserer Gemeinde gibt es aktuell mit der A1 einen großen Anbieter, der die Haushalte mit Breitbandinternet versorgt. Dafür nutzt die A1 die Kupferleitungen die vor Jahrzehnten zum Telefonieren verlegt wurden.

DSL (Digital Subscriber Line) bzw. ADSL (Asymmetric Digital Subscriber Line) heißt die Technik mit der Daten über die alten Telefonleitungen aus Kupfer gesendet und empfangen werden können. Mit dieser Technik war es recht einfach, den Großteil der Haushalte in Österreich zu erreichen, weil viele ohnehin über einen Telefonanschluss verfügen. Damit waren keine teuren Grabungs- bzw. Leitungsverlegungsmaßnahmen notwendig.

Leider haben die Kupferdrähte aber den großen Nachteil, dass die Datenübertragungsrate von der Leitungslänge und vom Durchmesser des Kabel beeinträchtigt ist. Damit kann die A1 einem Kunden nicht ganz einfach auf Wunsch schnelleres Internet zu Verfügung stellen, sondern die maximal erreichbare Datenübertragungsrate richtet sich nach der Distanz zum Wählamt und des Durchmessers des verlegten Kabels. Am Standort der Nordhof Service GmbH in Grünau 30, ist man ca. 4,5 km vom  Wählamt in Kautzen entfernt und damit erreicht man nur mehr 3 MBit Downstream. Will man zusätzlich noch Festnetztelefonieren mit mehreren Apparaten gleichzeitig, so muss die A1 die Geschwindigkeit auf 2 MBit drosseln, damit die Signalqualität brauchbar wird.

A1 experimentiert zwar mit Techniken wie Gfast um die Haushalte vorübergehend und ohne Glasfaserausbau mit schnellerem Internet versorgen zu können, aber dafür darf die Leitungslänge des Kupferkabels trotzdem nur 250 m betragen. Somit ist die Technologie nur für Mehrparteienhäuser gedacht, wo man den Glasfaseranschluss nur bis in den Keller legt. Für unsere Region ist das damit nicht relevant. „Wir müssen die Glasfaser näher zum Kunden bringen“, sagt auch Thomas Arnoldner, Vorstandsvorsitzender der Alcatel-Lucent, ein Entwicklungspartner der A1.

Der aktuelle Stand der Technik sind also Glasfaserleitungen und es führt aus momentaner Sicht kein Weg daran vorbei.

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Karlstein wird ausgebaut

Die Bürger der Marktgemeinde Karlstein wollen den Glasfaserausbau. Laut Webseite der Gemeinde haben mehr als 40 % der Haushalte ein Nutzungsübereinkommen unterschrieben und damit wir die nöGIG mit der Planung und Umsetzung der Glasfaserinfrastruktur in der Gemeinde Karlstein beginnen.

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Kautzen bereits versorgt

In Kautzen hat man schon vor Jahren Leerverrohrungen verlegt, die von der nöGIG genutzt werden konnten. Deswegen kann unsere Nachbargemeinde ihre Bürger schon mit einem zukunftsträchtigen Breitbandanschluss versorgen.

Der ORF NÖ hat einen Beitrag dazu in NÖ Heute ausgestrahlt: Glasfaserausbau in Kautzen.

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Glasfaserausbau … warum?

Das Land NÖ hat es sich zum Ziel gesetzt, die Bevölkerung mit zukunftsfähigen Breitbandverbindungen zu versorgen. Das ist vor allem für jene Regionen relevant, wo ein Ausbau von privaten Anbietern aufgrund von wirtschaftlichen Interessen sehr unwahrscheinlich ist. Diese Regionen sollen trotzdem mit Breitbandverbindungen versorgt sein, die

  • unabhängig sind von äußeren Einflüssen
  • symmetrisch sind, dh. gleiche Geschwindigkeiten bei Up- und Download
  • geringe Latenzzeiten haben
  • ausreichend Kapazitäten für zukünftige Anwendungen bieten

Aber wovon profitiert nun ein einzelner Haushalt tatsächlich?

Schnelle Internetverbingungen

In erster Linie liefert ein Glasfaseranschluss eine schnelle Internetverbindung.  In Gastern kann die A1 Telekom je nach Entfernung des Haushaltes vom Wählamt von 2 – 8 MBit für den Download anbieten. Das ist allerdings eine technische Beschränkung des Kupferkabels. Dafür bezahlt man wahrscheinlich aktuell an die 20 – 30 Euro. Für den gleichen Preis wird man in unserer Region via Glasfaseranschluss 50 MBit in beide Richtungen bekommen und wenn man mehr braucht, dann ist das grundsätzlich kein Problem. Man sucht sich einfach ein Internetprodukt aus, das den Anforderungen entspricht und bezahlt es.

Eine schnelle Internetverbindung braucht man vor allem dort, wo viele Daten übertragen werden, das sind zum Beispiel Videotelefonie, Fernsehen via Videostreaming (Netflix, Flimmit, Amazon Prime, etc), Internetradio, Online Spiele, Fotobuch, usw. Viele dieser Dienste funktionieren mit einem aktuellen ADSL Anschluss auch, aber die Qualität ist schlecht und vor allem die gleichzeitige Nutzung dieser Dienste in einem Haus ist problematisch. Zum Beispiel ist es sehr unwahrscheinlich, dass bei einer 2 MBit Leitung das eine Kind gegen den Nachbarn auf der Playstation 4 ein Spiel spielt, während das andere Kind ein Lernvideo auf Youtube sehen möchte.

Fernsehen

Hat man einen Glasfaseranschluss, kann man – sofern es für einen ein passendes Produkt gibt – die Satelitenschüssel vom Dach abmontieren. Der Glasfaseranschluss bietet technisch die Voraussetzungen um in viel besserer Qualität Filme, Serien, Sportveranstaltungen usw. zu konsumieren. Mittlerweile kosten die UltraHD Fernseher schon weniger als 1.000 € und wer sich jetzt einen neuen Fernseher kauft, wird es oft gar nicht mehr „verhindern“ können, dass dieser mit UltraHD kommt. Dafür muss aber auch der Fernsehdienst die entsprechende Qualität liefern. Aktuell können mit einem 100 MBit Anschluss vier Fernseher gleichzeitig in einem Haushalt UltraHD wiedergeben.

Zukünftige Dienste

Bei den Ortsgesprächen erwähne ich auch immer Dienste die es aktuell noch nicht gibt, aber die zu erwarten sind sobald es genug potentielle Abnehmer mit einem zukunftsträchtigen Glasfaseranschluss gibt. Das sind zum Beispiel

  • Online Studium: Dabei nimmt man an Lehrveranstaltungen vie Laptop oder PC teil und muss nur mehr für Prüfungen an den Studienort fahren. Damit erspart man sich eine Wohnung bzw. ein Studentenheim und viele Kilometer mit dem Auto oder Zug.
  • Soziale Dienste: Dazu gehören Ferndiagnosen per Videotelefonie mit dem Arzt. Für einfache Diagnosen bzw. Medikamentempfehlungen muss man vielleicht nicht immer zum Arzt fahren. Das ist vor allem für sehr dünn besiedelte Regionen interessant, wo große Entfernungen zurückzulegen sind.

Solche Dienste sind aktuell noch schwer greifbar bzw. verständlich, aber in diese Richtung wird es gehen, sobald die technischen Voraussetzungen bei den Abnehmern geschaffen wurden.

Immobilienwert

Für Leute die mit den oben erwähnten Möglichkeiten nichts anfangen können, bleibt noch immer die Überlegung ob man sich einen Glasfaseranschluss nicht für die Nachkommen bauen lässt. Falls es keine Nachkommen gibt, so erhöht ein Glasfaseranschluss jedenfalls den Wert einer Immobilie, denn es ist zu erwarten, dass sich jüngere Leute ein Haus in unserer Region kaufen und diese werden einen schnellen Internetanschluss jedenfalls gebrauchen können. Wir wissen außerdem, dass Gemeinden in unserer Region Baugründe mit Glasfaseranschluss viel leichter verkaufen als ohne. Tatsächliche Wertsteigerungen von Immobilien sind aktuell noch schwer zu errechnen. Eines ist jedenfalls klar: stehen zwei gleichwertige Häuser nebeneinander zum Verkauf und eines hat einen Glasfaseranschluss und eines nicht, dann wird eine junge Familie nicht lang überlegen um jenes mit Glasfaseranschluss zu nehmen.

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